Are you a rocker?

Ich reagierte mit Skepsis, als die amerikanischen
K2-Entwickler uns im vergangenen Herbst
mit ihrer neuen „Baseline”-Philosophie konfrontierten.
Sollte das denn nötig sein, die sowieso als absolut problemlos
geltenden K2 Modelle noch einfacher beherrschbar und
schneller drehbar zu machen? Bei Tiefschnee-Latten macht
so eine Aufbiegung der Schaufel hundertprozentig Sinn,
aber muss das auch bei Pisten-orientierten Ski sein?
Im Januar konnte ich als Mitglied einer K2 „Focus-Group” die neuen Ski mit „Rocker” testen. Es ging darum, das
jeweilige Vorjahresmodell direkt mit seinem Nachfolger zu
vergleichen. Der bisheriger Crossfire trat gegen den neuen
Charger an, der Recon gegen den Rictor, der Xplorer gegen
den Aftershock. Die Damenski hatten wir Männer natürlich
auch an den Füßen.
Dieser erste Kontakt mit Rocker-Ski war verblüffend: Ohne
auf Griff, Dynamik und Laufruhe verzichten zu müssen– und die Testpiste hatte es echt in sich, war knallhart und
teilweise vereist – fuhren sich die neuen „All Mountain
Performance” Modelle tatsächlich unglaublich leicht.
Teilweise meinte man, den Ski „auf dem Teller drehen” zu
können. Dabei blieben die gewohnten, sportlichen
Charaktermerkmale uneingeschränkt erhalten.
Und das war das eigentlich Erstaunliche.
Dann galt es noch, die Sportbörse-Crew zu überzeugen. Und
das ist ebenfalls gelungen. Wir sind inzwischen alle echt
begeistert von K2s Baseline-Idee. Oder: Yes, we are rocker!
Jetzt seid Ihr dran, liebe Sportbörse-Kunden. Viel Spaß dabei.
Euer Udo
K2 Rocker – die verschiedenen Rocker-Shapes:
Mit „Baseline“ bestimmt erstmals das Profil eines Skis seine Zielgruppe und seinen Einsatzbereich.
Die K2 Baseline Technologie ist eine Mischung aus Vorspannung und unterschiedlich starkem Rocker. Sie kombiniert
so die Vorteile beider Konstruktionen in einem Ski. Die Vorspannung gewährleistet Kantengriff, Kontrolle und
Lebendigkeit, während der Rocker für mehr Vielseitigkeit, Drehfreudigkeit und leichteres Handling verantwortlich ist.
Je nach Einsatzbereich benötigt ein Ski mehr oder weniger von der einen oder anderen Konstruktion.
Dank der neuen Baseline Technologie kann K2 jetzt noch feiner abgestimmtes und vielseitigeres Material für jedes
Fahrkönnen und alle Schneebedingungen präsentieren.
Powder Rocker = Das ist der Rocker für tiefen Schnee. Die BackSide Modelle bekommen durch ihn noch mehr Auftrieb und „surfen“ über und durch alles, was das Gelände zu bieten hat. Die normale Vorspannung unter der Bindung sorgt auf
härterem Schnee für ausreichend Kantengriff und Kontrolle. Höhe 10mm und mehr, Länge 30cm und mehr hinter bzw.
vor den traditionellen Kontaktpunkten (Tip Rocker bzw. Tip & Tail Rocker).
All Terrain Rocker = Die vielseitigste Rocker-Konstruktion bestimmt die All Mountain-Kollektion: eine leicht angehobene
Schaufel für optimalen Auftrieb in wechselndem und weichem Schnee und genug Vorspannung unter der Bindung für viel
Präzision und Kantengriff auf eisigen Pisten und hartem Schnee. Zwischen 2 und 10mm hoch und 15 bis 30cm hinter dem
traditionellen Kontaktpunkt.
Catch Free Rocker = Die Erhöhung von Schaufel und Skiende ermöglicht Einsteigern leichtere Schwungeinleitung, Stabilität
während des Schwungs und eine sichere, mühelose Schwungsteuerung. Kantengriff und Laufruhe bleiben uneingeschränkt
erhalten. Der Ski gleitet auch bei niedriger Geschwindigkeit spielend leicht um die Kurven, ohne dass Schaufel oder Skiende
im Schnee hängen bleiben und verkanten. An der Schaufel und am Skiende 2mm hoch und 15cm hinter beiden TCP’s.
Jib Rocker = Für den Einsatz im Terrain Park bieten die angehobenen Skienden kombiniert mit Null Vorspannung im
Bindungsbereich die beste Mischung aus spielerischem Handling, Vielseitigkeit und jeder Menge Ollie-Power um im Park
zu rocken. An der Schaufel und am Skiende 2mm hoch und 15cm hinter den TCP’s.
Speed Rocker = Auf härterem Schnee bietet die nur leicht angehobene und etwas längere Schaufel eine mühelose Schwungeinleitung
und schnelle Kantenwechsel. Die Vorspannung entlang der restlichen Lauffläche sorgt für die notwendige
Performance: für rennsportliche Präzision und Dynamik und für aggressiven Kantengriff. An der Schaufel bis zu 2mm hoch
und weniger als 15cm hinter dem traditionellen Kontaktpunkt.
K2 Rocker – so funktionieren die:

Demo (A): Ski unbelastet…zeigt an, wo bei einem Ski der Rocker ist, welcher Bereich über
eine normale Vorspannung verfügt und an welchem Punkt der Ski
mit dem Schnee in Kontakt kommt.
Bei einem Ski mit Rocker wird der neue Kontaktpunkt zum Schnee
im Vergleich zum Kontaktpunkt eines Ski mit tradioneller
Vorspannung definiert (Höhe in mm, Länge in cm im Vergleich
zum traditionellen Kontaktpunkt).
Hier am Beispiel des „All Terrain Rockers”.
Demo (B): Ski flachgestellt belastet…veranschaulicht die Kontaktfläche zum Schnee sobald ein Ski
mit dem Gewicht eines Skifahrers belastet wird. Dies ist der
entscheidende Moment, in dem die Skilänge die Drehbarkeit
eines Ski bestimmt:
Eine kürzere Kontaktfläche bedeutet eine leichtere Schwungeinleitung.
Deshalb dreht bei traditioneller Bauweise ein kürzerer
Ski leichter und schneller in die Kurve als ein längerer.
Mit Rocker kann das ein längerer Ski jetzt aber genauso gut!
Demo (C): Ski aufgekantet im Schwungverlauf Obwohl die verschiedenen Baseline Profile einen unterschiedlich
stark ausgeprägten Rocker haben, kommen immer 100% der
effektiven Kante zum Einsatz, sobald der Ski aufgekantet ist und
im Schwungverlauf belastet wird.
Das wiederum führt zu einem perfekten Kantengriff in der
Belastungsphase des Schwungs. Und so führt auch der Rocker-Ski
seinen Fahrer gewohnt sicher und souverän auf der Kante durch
die Kurve…

Natürlich sind die Freeride-Modelle bei Salomon
allesamt mit Rocker-Shape ausgestattet. Und bereits
im letzten Winter hatten die Franzosen mit dem
schwarzen Enduro ihren ersten On- & Off-Piste Ski mit
der hochgebogenen Schaufel im Programm. Jetzt zieht
sich der Rocker-Shape konsequent durch die
komplette All Mountain-Range. Und erstmals kommt
bei einem reinen Pistenski, einem Slalomcarver, diese
neue Schaufelform zum Einsatz. Sensationell!

